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Exorzismus - Austreibung von Dämonen und Geistern

10.07.2016

Artikel vom 1

Rituale
© Malchus Kern/shutterstock.com

Exorzismus - Austreibung von Dämonen und Geistern

Was wie ein Hollywood Blockbuster klingt, geschieht tagtäglich in Deutschland. Exorzismus - die Austreibung von Dämonen und Geistern, ist ein in fast allen Religionen bekanntes Verfahren. Die katholische und evangelische Kirche ist da keine Ausnahme. Der Unterschied zu diesen Religionen und ihren Ritualen zur Teufelsaustreibung ist aber die Verschwiegenheit, mit der es passiert. In anderen Ländern wird dagegen ganz offen mit diesem Thema umgegangen.

Was ist Exorzismus?

Früher galten Menschen mit Geisteskrankheiten als Besessene, die geheilt werden mussten. Mit Hilfe einer psychotherapeutischen Methode - Exorzismus. Durch "magische" Techniken, kultische Handlungen und natürlich immer unter der Voraussetzung, dass man an die Existenz von Geistern und Dämonen glaubte, versuchten Priester, die Besessenen davon zu befreien. Das konnte mitunter tödlich enden.

Steckt ein Dämon in mir?

Viele Menschen sind besessen. Einzelne davon aber nicht von Dämonen, sondern auch von der eigenen Annahme, besessen zu sein. Autosuggestion nennt man diese Form. Sie kann allerdings durch die Seelenkunde behandelt werden. Dramatischer wird es für die Betroffenen, wenn wirklich ein Geist oder Dämon von den Personen Besitz ergreift. In solchen Fällen hilft nur ein Exorzismus. Laut Statistik sind dabei mehr Frauen als Männer betroffen und die Vorfälle eher im Süden als im Norden aufgetreten.

Vor der Durchführung eines Exorzismus müssen die Anzeichen genau betrachtet werden. Der Exorzist überprüft dabei, ob man dem Betroffenen durch sein Ritual helfen kann:

1. Der/die Betroffene muss in einer ihm unbekannten Sprache sprechen oder diese verstehen, wenn ein anderer sie spricht.

2. Er/sie muss verborgene Dinge offenlegen.

3. Er/sie muss übernatürliche Kräfte zeigen.

4. Er/sie muss heftige negative Reaktionen gegenüber heiligen Symbolen zeigen.

Exorzismus in Deutschland durchführen

Mehrmals am Tag werden auch heute noch exorzistische Rituale in Deutschland ausgeführt. Was nach mittelalterlichen Foltermethoden klingt, geschieht weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Denn während man in Deutschlands Bevölkerung von einem Tabu-Thema spricht, sind sich Theologen und Bischöfe einig, dass Teufelsaustreibungen auch zum Glauben gehören und durchgeführt werden müssen. Gehalten wird sich dabei strikt an das 1999 überarbeitete Regelwerk des Vatikans zur Durchführung des Großen Exorzismus. Und Exorzist wird seit 2005 in Deutschland nur der Priester, welcher einen theoretischen und praktischen Kurs besucht hat und vom Bischof beauftragt wurde.

Exorzismus im Ausland

Weltweit sind für viele Menschen Erfahrungen mit Exorzismus eine Alltäglichkeit. Sie wachsen mit dem Wissen um Dämonen, dem Teufel und deren Austreibung auf. In südlichen Ländern gibt es deshalb kein Unverständnis zu diesem Thema. Im Gegenteil. Beispielsweise treffen sich in Rom hunderte Exorzisten, um sich auszutauschen. Dabei sind auch Psychologen, Mediziner und andere Experten. Als offiziell private rechtsfähige Gesellschaft hat der Vatikan eine internationale Vereinigung von Exorzisten (AIE) anerkannt. Rund 250 Mitglieder gehören dieser Organisation an.

Wie funktioniert ein Exorzismus?

Die katholische Kirche, welche unter dem Begriff Exorzismus eine Bitte an Gott versteht, den Menschen von der Macht des Bösen zu befreien, vollzieht diesen mit Gebeten, Segens- und Beschwörungsformeln. Zu Beginn wird Weihwasser als Zeichen der Reinigung eingesetzt, dann erfolgt die Anrufung Gottes und der Fürsprache aller Heiligen. Der Priester legt dem Betroffenen die Hände auf und ruft die Macht des Heiligen Geistes an. Es folgen das Glaubensbekenntnis und die Erneuerung des Taufgelübdes. Zum Abschluss zeigt der Exorzist dem Betroffenen das Kreuz und segnet sie, bevor die eigentliche Exorzismus-Formel aufgesagt wird. Diese besteht aus einer Bitte an Gott und dem Befehl an den Teufel, den Besessenen zu verlassen.

Exorzismus in der Jetzt-Zeit

Die Überarbeitung der Richtlinie von 1614 mit Gebeten, Segens- und Beschwörungsformeln hat der Vatikan im Jahre 1999 veranlasst. Seitdem muss jeder Exorzist, auch mit Hilfe von Medizinern und Psychiatern, vorab klären, ob wirklich eine Besessenheit bei einem Betroffenen vorliegt. Äußern möchte man sich allerdings nur ungerne über abgehaltene Exorzismus-Rituale.

Und während sich die katholischen und evangelischen Kirchen laut eigener Aussagen an das Regelwerk des Vatikans halten, vollziehen freie Kirchen dagegen oftmals noch Exorzismus-Rituale, wie sie im Mittelalter abgehalten wurden. Diese können brutal sein und Folgen für die Betroffenen haben. Nur selten kommen solche Vorfälle an die Öffentlichkeit. Als Schlagzeile erregen sie kurzzeitig Aufmerksamkeit, bis sie wieder in Vergessenheit geraten. Es ist und bleibt deshalb ein Mysterium, wie viele Menschen durch einen Exorzismus tatsächlich geholfen werden konnte.

© Zukunftsblick Ltd.
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